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USV überwachen: E-Mail, sobald der Strom ausfällt
Eine USV, also eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, hält deine Server am Laufen, wenn der Strom ausfällt. Allerdings nur für eine Weile. Je nach Akku und Last sind das oft nur einige Minuten.
Wenn niemand merkt, dass die USV auf Batterie läuft, gehen die Server irgendwann einfach aus. Offene Dateien und Datenbanken können dabei beschädigt werden. Eine USV, die niemand überwacht, verschiebt das Problem also nur nach hinten.
Die leisen Probleme einer USV
Ein Stromausfall fällt wenigstens auf. Andere Probleme bemerkt man erst, wenn es zu spät ist:
- Der Akku altert. Nach einigen Jahren hält er nur noch einen Bruchteil der Zeit. Die USV zeigt dann „Batterie tauschen“ an, aber nur auf ihrem kleinen Display im Serverraum.
- Der Selbsttest schlägt fehl, und niemand liest es.
- Die USV läuft im Bypass. Dann reicht sie den Strom nur durch und schützt bei einem Ausfall nicht mehr zuverlässig.
- Es wurden neue Geräte angeschlossen. Die Last ist gestiegen, und die Restlaufzeit reicht kaum noch.
Was ist SNMP?
SNMP ist eine Art gemeinsame Sprache, über die Netzwerkgeräte Auskunft geben, zum Beispiel USVs, Drucker, Switches und Firewalls. Ein Programm fragt etwa „Wie voll ist dein Akku?“, und die USV antwortet mit einer Zahl.
Damit das klappt, braucht die USV einen Netzwerkanschluss. Bei vielen Modellen ist das eine Netzwerkkarte, die eingebaut ist oder nachgerüstet wird. Ist SNMP dort eingeschaltet, kann TKB Monitor die Werte lesen.
So überwacht TKB Monitor deine USV
Auf einer USV lässt sich keine Software installieren. Das ist auch nicht nötig: Der Collector von TKB Monitor fragt die USV alle 30 Sekunden selbst per SNMP ab, in Version 1, 2c oder 3. Er liest unter anderem:
- Netzbetrieb, Batteriebetrieb, Bypass oder Ausgang aus
- Ladestand des Akkus in Prozent
- Restlaufzeit in Minuten
- Last in Prozent
- Temperatur des Akkus
- „Batterie tauschen“ und das Ergebnis des Selbsttests
TKB Monitor kennt USVs von APC und USVs, die den SNMP-Standard für USVs sprechen, zum Beispiel von Eaton, CyberPower oder Riello.
Ab Werk gilt: Batteriebetrieb, Ausgang aus und eine schwache oder leere Batterie lösen einen Alarm aus. Bypass, „Batterie tauschen“ und ein fehlgeschlagener Selbsttest lösen eine Warnung aus. Grenzen für Ladestand, Restlaufzeit, Last und Temperatur legst du selbst fest.
So sieht das im Alltag aus
Der Stromausfall
Dienstag, 10:40 Uhr. Auf der Baustelle nebenan wird ein Kabel beschädigt, und im ganzen Gebäude ist der Strom weg. Die USV im Keller springt ein, die Server laufen weiter.
Ein kurzes Flackern hätte TKB Monitor still übergangen. Dieser Ausfall dauert länger, also kommt nach der eingestellten Wartezeit eine E-Mail:
„[Alarm] USV-KELLER: Batteriebetrieb“
Im Dashboard siehst du, dass noch 38 Minuten Restlaufzeit bleiben. Der Netzbetreiber rechnet mit einer Stunde. Also fährst du die Server in Ruhe und in der richtigen Reihenfolge herunter. Als der Strom zurück ist, meldet TKB Monitor das Problem als behoben, und du startest alles wieder. Keine beschädigten Dateien, keine Überraschungen.
Der Akku, der leise schwächer wird
Mittwochvormittag kommt eine Warnung:
„[Warnung] USV-KELLER: Batterie muss getauscht werden“
Du bestellst einen neuen Akku und tauschst ihn in der Woche darauf. Beim nächsten Stromausfall hält die USV wieder so lange, wie sie soll.
Wichtig: Wer fährt die Server herunter?
TKB Monitor fährt keine Server herunter. Es sorgt dafür, dass du rechtzeitig Bescheid weißt. Sollen die Server bei einem langen Ausfall automatisch herunterfahren, übernimmt das die Software deiner USV. Beides ergänzt sich gut.
Tipp: Damit die E-Mail bei einem Stromausfall auch ankommt, sollten der Rechner mit dem Collector, der Switch und der Internet-Router ebenfalls an der USV hängen. Sonst läuft zwar die USV, aber niemand kann die Nachricht verschicken.
Einrichten in wenigen Schritten
- SNMP auf der USV oder ihrer Netzwerkkarte einschalten.
- Im Dashboard von TKB Monitor auf „Netzwerkgerät hinzufügen“ klicken.
- Bei „Was ist es?“ die passende USV wählen, dann IP-Adresse und SNMP-Zugang eintragen.
- Die Grenzen prüfen und speichern.
Ab jetzt fragt der Collector die USV alle 30 Sekunden ab.
Was TKB Monitor sonst noch prüft
Die USV ist nur ein Beispiel. Ohne Agent überwacht TKB Monitor auch:
- Firewalls, zum Beispiel FortiGate, SonicWall, Palo Alto, Sophos und WatchGuard
- Router wie pfSense und MikroTik
- Switches und ihre Ports
- Drucker mit Toner und Druckerfehlern
Auf Windows- und Linux-Rechnern mit Agent kommen Dienste, Festplatten, Zertifikate, Webseiten, Programme und vieles mehr dazu. Mit Jobs überträgt TKB Monitor außerdem Dateien, auch per FTP, FTPS und SFTP.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich auf der USV etwas installieren?
Nein. Die USV braucht nur einen Netzwerkanschluss mit eingeschaltetem SNMP. Den Rest erledigt der Collector.
Welche USVs werden unterstützt?
USVs von APC und viele andere, die den SNMP-Standard für USVs sprechen, zum Beispiel von Eaton, CyberPower und Riello.
Bekomme ich bei jedem kurzen Flackern eine E-Mail?
Nein. Ein Problem, das innerhalb der Wartezeit wieder weg ist, löst keine E-Mail aus. Ab Werk sind das 5 Minuten. Die Wartezeit gilt für alle Meldungen, und du kannst sie bis auf 0 Minuten verkürzen.
Braucht TKB Monitor dafür Internet?
Nein. Der Collector fragt die USV direkt in deinem Netzwerk ab. Für die E-Mail muss er nur deinen Mailserver erreichen.
Was kostet das?
Bis zu 3 Geräte überwachst du kostenlos und ohne Ablaufdatum. Eine USV zählt dabei als ein Gerät. Für mehr Geräte gibt es Lizenzen nach Anzahl der Geräte.
Damit der nächste Stromausfall kein Drama wird
Mit TKB Monitor weißt du, wann deine USV auf Batterie läuft, wie lange sie noch durchhält und wann der Akku getauscht werden muss. So entscheidest du in Ruhe, statt vom Ausfall überrascht zu werden.
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